Villa K

Die Stadterweiterung Münchens mit seiner sich immer weiter ausdehnenden Siedlungszone umfasst auch die Gemeinde Vaterstetten, wo in einem dem Anzinger Forst zugewandten Viertel gedrungene Satteldachbauten das Straßenbild dominieren. Die Geste des Großen Daches, welches alle Funktionen des Hauses unter sich versammelt wurde zu einer vielgestalten, gestaffelten Dachskulptur gestaltet.

Die in die Gärten mäandernde Geometrie des Hauses ist dem Katsura-rikyu, Kyoto entlehen, der mit seinen differenzierten Nischen und Terrassen die verschieden Blicke in den Garten rahmt. Der erste Ort ist der gefasste Vorhof, begrenzt von dichter Vegetation und dem Teeraum. Der Weg führt weiter auf den Eingangsbereich hin, geschützt vom auskragenden Dach. Im Inneren fließt der Raum um die eingestellte Inseln des Treppenkerns, der Küche sowie der zentralen Gartenterrasse, welche sich als Einschnitt in die Großform des Daches drückt und somit das Zentrum des privaten Wohnbereiches bildet. Teeraum und Speisekammer werden über eine Enfilade mit wechselnden Blickbezügen erschlossen. Wohnbereich und Bibliothek sind in den beiden Gartenseitigen Flügeln gelegen, wobei die Wohnzone sich in den steinernen Sockel einschneidet und den Sitzenden auf Augenhöhe mit der Vegetation bringt.

Die Fassade des Hauses tritt rau und natürlich nach außen, es dominieren geschlämmte langformatziegel im Läuferverband die Flächen, die Geschossplatten werden durch stehende Rollschichten akzentuiert. Die größtenteils bodentiefen Fenster aus gekalkter Eiche treten in Kontrast zu den hellen Terazzoplatten im Innenbereich.

Zurück
Zurück

Hofhaus

Weiter
Weiter

Skybar