Hofhaus

Im Zuge des Wiederaufbaus der Nürnberger Altstadt nach der weitestgehenden Zerstörung im zweiten Weltkrieg wurden auf der Sebalder Seite die mittelalterlichen Baublockstrukturen größtenteils beibehalten, der Blockrand allerdings im zeitgenössischem Stil errichtet. Die tiefen Blöcke eröffnen nun das Potential des Hofes, das sowohl Öffentlich - wie beispielsweise im Augustinerhof - als auch Privat genutzt werden kann.

Im Hof des Blockes an der äußeren Laufer Gasse liegt eine kleine sandsteinerne Garage, welche mit einem einfach spannenden Kreuzgewölbe unterkellert ist. Die Substanz ist gut erhalten und kann aufgrund der sehr robusten Bauweise statisch noch weiter beansprucht werden, was das Potential einer Aufstockung eröffnet. Somit setzt sich der Baukörper aus dem steinernen Sockel und dem leichteren, hölzernen Aufbau zusammen, getrennt durch eine Austragung mit Schattenfuge. Das Satteldach und die überzeichneten Gauben sind unmittelbar aus dem Altstadtkontext übernommen. Die Eingangssituation nimmt das Motiv der vorgefundenen beschlagenen Holztüre an. Die Dialektik aus Holz und Stein bestimmt auch den Innenraum, die Innenwände in Bad und Schlafraum sind zudem mit olfaktorisch wirksamer Zerbe verkleidet.

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Salo

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Villa K