Haus L

Das Projekt befindet sich in einer heterogen bebauten Vorortstruktur in Erlenstegen, Nürnberg. Der primäre Typus ist die Stadtvilla als Einzel- oder Doppelbebauung. Das Grundstück wird gefasst von einer Reihe älterer Nadelbäume.

Geometrische Hauptcharakteristika des Einzeldenkmals sind das Walmdach auf der zweigeschossigen, quadratischen Grundform sowie zwei plastische Fenstererker auf der Südseite, welche von Fensterläden gerahmt sind. Das Risalit auf der östlichen Seite führt die Treppe bis ins Dach hinein. Die Raumstruktur im Inneren basiert auf der Logik der gefügten Kammern, die aus einem der Treppe angefügten Vorraum aus erschlossen werden.

Die vom Architekten Johann Saueressig im Zuge des Reformstils entwickelte Struktur soll erhalten bleiben und weiterhin im Grundriss klar ablesbar sein. Dafür wurden die Kammern im Erdgeschoss durch Schiebetüren verbunden, um eine klare Enfilade zwischen Wohnen, Essen und dem Außenbereich zu erzeugen. Das Dach wurde ebenfalls saniert und ausgebaut, die Fledermausgauben belichten den freigestellten Dachstuhl. Auch in der Materialpalette wurde das bauzeitlich vorgefundene aufgenommen, die Schnitzereien an den Treppenpfosten und den Türen wurden detailgetreu restauriert.

Das Haus L wurde mit der Anerkennung des Denkmalpreises Mittelfranken ausgezeichnet.

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